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 Die BOEF e.V.
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Die BOEF e.V.


Den durch die Expo-Sonderfahrten des Moorexpress zeitweise wiederbelebten Personenverkehr auf der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn nahmen eine Handvoll Eisenbahnfreunde aus der Region zum Anlass, aus ihrer Leidenschaft einen Verein entstehen zu lassen.
Das ursprünglich gehegte Ziel, einen alten BOE-Triebwagen zu erwerben und sich um die Historie der Bahn zu kümmern, wurde schnell von den realen Sorgen um die Moorbahn überholt. Fortan stand die Teilnahme an politischen Diskussionen auf der Tagesordnung, denn ein Fortbestand der Strecke war nur durch einen erfolgreichen Tourismus, gepaart mit einem langfristig reaktivierten ÖPNV auf der Schiene zu sichern.

Der Plan ging insofern auf, als dass sich der "Moorexpress" in den folgenden Jahren zumindest touristisch etablierte und man sich parallel wieder mit den ursprünglichen Zielen näher befassen konnte:
Man hat sich vorgenommen, wertvolle Zeugnisse der Geschichte der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn als Denkmäler zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Neben der Aufarbeitung der alten BOE-Bahnstationen mietete der Verein 2005 den historischen Lokschuppen der BOE/EVB in Gnarrenburg an, begann die Aufarbeitung und restaurierte zugleich den letzten Triebwagen der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn - den "T164" - der von den Eisenbahnen und Vekehrsbetrieben Elbe-Weser für Sonderfahrten vorgehalten und u.a. vom Verein für eben solche Zwecke zum Einsatz kommen darf.


Unsere Projekte


Der Lokschuppen
Als im Jahre 1909 die Bahnstrecke Bremervörde-Osterholz mit dem Bahnhof Gnarrenburg vorläufig ihren Endpunkt erreicht hatte, mussten umfangreichere Gleisanlagen vorgesehen werden als für den Rest der Strecke. Zu ihnen gehörte auch ein einständiger Fachwerklokschuppen, der dem Personal die Möglichkeit bot, anfänglich zwei, später drei Dampfloks der BOE zu behandeln und abzustellen. Wie so viele Gebäude entlang der Strecke erfuhr auch der Lokschuppen in den nächsten 90 Jahren diverse Umbauten, die sich heute teilweise jedoch nur noch schwer nachvollziehen lassen. Der Schuppen wurde in der Länge nach vorne und hinten auf fast 30 Meter verlängert, nachdem das Tor und die Schuppen-Südseite mit einer Dampflok durchbrochen wurde. Im Zuge der dadurch stattfindenden Baumaßnahmen wurde auch die Fachwerk-Fassade an der Ostseite komplett verklinkert. Für die Rotte entstand an der Westseite ein kleiner Anbau, im dem eine Draisine Platz fand, welche von dort über extra gelegte Schienen hinauf zum Hauptgleis geschoben werden konnte. Später wurde dieser Anbau zum Lagern von Heizöl genutzt. Der größere Schuppenanbau diente den BOE-Mitarbeitern als Werkstatt und in einem separat abgetrennten Bereich als Aufenthaltsraum mit Ofen (später Ölheizung), Waschbecken und Sitzgelegenheit.

Mit dem Ende der Dampflokära auf der BOE wurden die zwei Wasserkräne an der Westseite des Schuppens ebenso entfernt, wie der Kohlebansen an der Nordseite. Das "stille Örtchen" wurde in jüngerer Zeit nach innen verlegt, der separate Bau im Garten dafür abgerissen. Bis Mitte der 90er Jahre war der Schuppen Einsatzstelle für das EVB-Personal, das hier teilweise V100-Loks für den Güterverkehr auf der Strecke abstellte und wartete. Nach dieser Zeit wurde der Schuppen die neue Heimat für die EVB-Stangenlok "V274" und den alten BOE-Triebwagen "T164", der hier von dem Personal gepflegt wurde, das auch mit den Sonderfahrten betraut war. Im Jahre 2004 wurden bei einer Bestandsaufnahme des Schuppens schwere Schäden am Dach festgestellt.

Die EVB, der heutige Eigentümer des Lokschuppens, zeigte sich offen und hilfsbereit gegenüber den Absichten der BOEF, den Schuppen und die darin befindlichen Fahrzeuge zu Pflegen und zu erhalten. Im Spätsommer 2005 konnte der Vorstand, bestehend aus Carsten Blanke und Rainer Petersen, den Mietvertrag für das Gebäude unterzeichnen. Kurz darauf war ein Gerüst errichtet, und man begann in Eigenregie das Dach abzudecken und durch das Gnarrenburger Dachdeckerunternehmen Dubberke professionell wieder eindecken zu lassen. Im selben Zuge wurden das Fachwerk auf der Westseite sowie das Schuppentor behandelt. In den folgenden Monaten ebschäftigte man sich vorrangig mit Aufräum-, Reinigungs-, Verputz- und Malerarbeiten. In Zukunft sind Sicherungsmaßnamen auf dem Gelände geplant, die u.a. die Wiederherstellung des Fußgängerüberweges über das Torfgleis und die Absperrung und Einzäunung des Geländes vorsehen.

Triebwagen "Elbe-Weser"
Der 1955 gebaute T164 gehört unwiderruflich zum historischen Erscheinungsbild der (ehemaligen) BOE – klar, dass die BOE-Freunde schon kurz nach ihrer Gründung an einer Patenschaft für den Triebwagen interessiert waren. Noch wärend der ersten Pflege-Maßnahmen im Jahre 2001 fiel auf, dass der Triebwagen nicht mehr in dem perfekten Zustand war, der ihm nachgesagt werden konnte, als sich das alte BOE-Personal noch liebevoll um den Erhalt kümmern konnte. Zwar kümmerten sich die BOEF nun regelmäßig pflegetechnisch um das Fahrzeug, doch konnte dies den Verfall nur verzögern, als aufhalten. Die Einsätze des Fahrzeuges im Winterfahrplan des Moorexpress und die Abstellung des Wagens unter freiem Himmel im BW Bremervörde, verschlechterten den Zustand zuletzt derart, dass man sich seitens der BOEF grundlegende Gedanken zum Erhalt machen musste.

Anfang 2006 wurde der Triebwagen ohne Hauptuntersuchung im BOEF-Lokschuppen in Gnarrenburg abgestellt und man sah sich vor der Entscheidung "ganz oder gar nicht!" Diverse Rost- und Wasserblasen am Wagenkasten hatten ihrem Ärger Luft gemacht und drängten im großen Stil an die Oberfläche. Der Lack war stumpf, matt und mit Schrammen übersät. Eine Politur von Hand brachte Klarheit. Tellergroße Platten von Farbe und alter Spachtelmasse fielen bereits bei leichtem Klopfen gegen die Außenhaut vom Wagen - Wasser drang dahinter hervor. So rückte man dem Führerstand 1 mit Flex und Schleifmaschinen zu Leibe. Der Rost wurde großzügig entfernt, gefolgt von einem kompletten Anschliff der gesamten Fahrzeugfront. In den folgenden Monaten wurde gespachtelt und geschliffen, bis sich die ursprünglichen Konturen des Fahrzeugs wieder zeigten.

Während dieser Arbeiten wurde bereits der Führerstand 2 äußerlich wieder hergerichtet um als "Muster" zu dienen... Hier reichte eine Politur von Hand und nur wenig Farbe... Im August wurde der Lokschuppen großflächig abgehängt, damit die Lackierarbeiten begonnen werden konten. Insgesamt waren zwei Durchgänge nötig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Parallel wurden über den gesamten Wagenkasten Lackstellen ausgebessert, die zwar weniger tragisch waren - jedoch erst einmal in ihrem Wachsen gebremst werden mussten. Mitte September konnte nach Restarbeiten und einer Endreinigung das Roll-Out stattfinden. Im selben Zuge erhielt der Wagen seine alten Anschriften wieder, die er zwischen 1955 und 1960 trug. Im Inneren des Fahrzeuges wurde eine Tafel mit Fahrzeuginformationen angebracht, die den interessierten Fahrgästen einen kurzen Einblick in die Historie des Fahrzeuges gewährt. Die BOEF wünschen dem Fahrzeug in diesem Zustand allzeit gute Fahrt und hoffen, dass er nach der durch die EVB durchgeführte Hauptuntersuchung im Winter 2006/07 noch lange erhalten bleibt und mit seinen Sonderfahrten durch das "Nasse Dreieck" die Erinnerung an die alte Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn am Leben hält!

Die Henschel-Lok 'V274'
Im Zuge des stetig wachsenden Güterverkehrs im Bereich der Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn orderte die Bahn 1955 einen fabrikneuen C-Kuppler bei der Firma Henschel & Sohn in Kassel. Mit der Fabriknummer 28641 lieferte Henschel 1956 die Stangendiesellok Typ DH360C, die bei der WZTE fortan unter der NLEA-Nummer "274" geführt wurde. Sie wurde neben den beiden später dazugekauften MaK-Loks "277" und "280" zur Standardmaschine im leichten Güterzug- und Rangierdienst zwischen Wilstedt, Zeven und Tostedt und löste so die noch zahlreich vorhandenen Dampflokomotiven ab. Zu betriebsschwachen Zeiten wurde die "274" im Rahmen von Leiheinsätzen an andere Bahnen unter der Betriebsführung des Niedersächsischen Landeseisenbahnamtes abgegeben.

Die Lok wurde in den 70er Jahren zur BOE nach Bremervörde umbeheimatet und von dort aus auf BOE und WZTE eingesetzt. Anfang der 80er Jahre wurde die Lok ohne Fristen in der BOE-Werkstatt abgestellt und im Rahmen einer Hauptuntersuchung komplett zerlegt. Von den Mitarbeitern des BW Bremervörde-Süd wurde die Maschine in reiner Handarbeit zu neuem Leben erweckt. Fortan konnte sie sich im Güterverkehr auf den EVB-Strecken beweisen, hauptsächlich auf der Strecke zwischen Bremervörde, Gnarrenburg und Osterholz Scharmbeck. Mit Ablauf der HU Anfang der 90er Jahre wurde die wartungsaufwändige Stangenlok in Bremervörde-Süd abgestellt, bis sie zum Jahrtausendwechsel im Gnarrenburger Lokschuppen einen neuen Platz fand. Hier befindet sie sich noch heute. Nach Übernahme des Lokschuppens durch die Bremervörde-Osterholzer Eisenbahnfreunde wurde damit begonnen, das gute Stück äußerlich aufzuarbeiten um sie so auf eine mögliche Zukunft als "EVB-Traditionslok" im "Museumsbahnhof Gnarrenburg" vorzubereiten.

Die Bahnstationen der BOE
Vieles hatte sich nach der Einstellung des Personenverkehrs 1978 an den Stationen der BOE getan, oder auch eben nicht... Gerade in den späten 90er Jahren wurde die Pflege und Erhaltung der Anlagen arg vernachlässigt. An diversen Stationen wurden Bahnsteigkanten entfernt, die Schilder abmontiert, Güterschuppen abgerissen und Ausweich- und Abstellgleise entfernt. Um die Strecke weiterhin sinnvoll betreiben zu können, war die Beschränkung auf das Nötigste unerlässlich. Pflege erfuhren lediglich die Stationen, an denen die Touren der bislang recht erfolgreich geführten Kohlfahrten begannen und endeten.
Im Frühjahr 2001 begann der Verein, sich den Anlagen anzunehmen. Erste Station war Ostersode. Der Bahnsteig wurde freigeschnitten, eine Zuwegung geschaffen und das noch original vorhandene Bahnhofsschild restauriert und neu errichtet.

In den folgenden zwei Jahren wurden mit finanzieller Unterstützung der Gemeinden Gnarrenburg und Worpswede neue Schilder für die noch vorhandenen Bahnsteige beschafft und errichtet, damit die Reisenden des mittlerweile planmäßig verkehrenden Moorexpress' zukünftig ausmachen konnten, wo sie sich befinden.
Mit Schildern versorgt und reaktiviert wurden die folgenden Stationen:
Ahrensfelde, Weyermoor, Heudorf-Hüttendorf, Ostersode, Nordsode, Gnarrenburg, Brillit, Barchel und Weyerdeelen-Umbeck.
Mit steigendem Fahrgastaufkommen beim Wochenendverkehr des Moorexpress übernahmen teilweise wieder die EVB und die anliegenden Gemeinden die Pflege und Wartung.


Museumsbahnhof Gnarrenburg
Bereits im Jahre 2004 überlegte man sich seitens der BOEF, wie man den Standort "Bahnhof Gnarrenburg" attraktiver gestalten könnte. Die Möglichkeiten liegen gradezu auf der Hand: Der Bahnhof mit dem Glasmuseum, der historische BOE-Lokschuppen, die Tatsache, dass Gnarrenburg ein Kreuzungsbahnhof der Moorexpress-Züge ist und sich heutzutage noch in der nahezu ursprünglichen Form präsentiert. Hierauf basiert das Konzept "Museumsbahnhof Gnarrenburg", bei dem zum einen der touristische Gedanke im Vordergrund steht, zum anderen die Möglichkeit, bei einem Rundgang über das Gelände den Blick für die Geschichte und die Bedeutung der Eisenbahn für die Region zu schärfen.
Das Konzept können Sie gerne bei uns anfordern.



Mitglied werden


Haben Sie Interesse am aktiven Eisenbahndienst? Wir würden wir uns sehr freuen, Sie als aktives Mitglied zum Beispiel in unserem Serviceteam auf unseren zahlreichen Sonderfahrten begrüßen zu dürfen! Vielleicht wollen Sie aber auch in der Werkstatt oder im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit tätig sein? Melden Sie sich einfach unverbindlich bei uns unter der unten angegebenen Adresse, oder schreiben Sie uns eine Email.



Durch Ihre Mitgliedschaft erhalten Sie freien Eintritt bei allen Veranstaltungen des Vereins, und Sie bekommen die Vereinszeitschrift kostenlos und frei per Post nach Hause geschickt. Für die durch die BOEF e.V. organisierten Sonderfahrten erhalten Sie und ihre außerdem Angehörigen vergünstigte Fahrkarten. Der Verein ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt, sodass wir auch Spendenbescheinigungen ausstellen.
Drucken Sie den unten angeführten Mitgliedsantrag aus und senden Sie ihn ausgefüllt und unterschrieben an:

Bremervörde-Osterholzer Eisenbahnfreunde e.V.
Richard-Oelze-Ring 2
27726 Worpswede

Mitgliedsantrag

Sie möchten die Ziele der BOEFreunde unterstützen? Hier bekommen Sie den Mitgliedsantrag! Ausfüllen und zum Beispiel per Post, Fax, Email, Papierflieger an uns! Übrigens: der Beitrag ist von der Steuer absetzbar, da der Verein gemeinnützig ist.
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Satzung

Die aktuelle Satzung der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahnfreunde. Beschlossen bei der Gründungssitzung am 17.02.2001 in Basdahl, geändert auf Beschluss der Mitgliederversammlung am 23.10.2001, weitere Satzungsänderung auf Beschluss der Mitgliederversammlung vom 24.04.2005.
PDF - 50kb

Unmittelbar darauf erhalten Sie von uns eine aktuelle Satzung und Ihre Mitgliedsunterlagen.
Der Jahresbeitrag beträgt für ein Einzelmitglied 25,-€, ermäßigt (für Rentner, Zivil- und Wehrdienstleistende, Erwerbslose und Studenten) 18,-€, für Kinder von 10 bis 18 Jahren 12,-€, für Familien (zwei Erwachsene und Kinder) 45,-€ sowie für Ehepaare 40,-€.
Auch Vereins- und Firmenmitgliedschaften sind möglich.




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